Das Institut der Feuerwehr NRW (IdF NRW) betreibt in der Nähe von Münster ein Übungsgelände, um verschiedene Einsatzübungen so realitätsnah wie möglich durchzuführen. In der nutzungsfreien Zeit, außerhalb von regulären Lehrgängen, wird das Trainingsgelände den öffentlichen Feuerwehren in NRW zur Verfügung gestellt. 

 

 

 

 

Dementsprechend hat die Feuerwehr Höxter in diesem Jahr ihre Chance genutzt und einen kompletten Ausbildungstag am Übungsgelände in Münster verbracht. Mit insgesamt 35 Teilnehmern aus den Einheiten Albaxen, Bödexen, Brenkhausen, Godelheim und Höxter sowie acht Fahrzeugen, startete die Gruppe am Samstagmorgen um 06.00 Uhr in Richtung Münster. Nach der Ankunft am Gelände und einer kurzen Abstimmung mit den übrigen auswärtigen Feuerwehren, wurde direkt mit den Einsatzübungen begonnen.

In den zunächst kleineren Einsatzszenarien wie „Brennt Müllbehälter unter Remise“ oder dem Stichwort „Garagenbrand“ wurden die Grundlagen, sogenannte „Basics“ der Brandbekämpfung trainiert. Im Weiteren folgten dann Einsatzübungen, bei der eine Person am Fenster eines 3-geschossigen Wohnhauses stand und zu springen drohte. In diesem Fall war nicht nur schnelles Handeln gefragt, sondern ebenfalls Kommunikationstalent, um die Person zu beruhigen und solange am Springen zu hindern bis die Rettungstrupps bei der Person eintreffen. Leider gelang dies nicht in jedem Fall, so dass die Teilnehmer anschließend ihr Wissen aus der Erste-Hilfe Ausbildung anwenden mussten.

Kräftezehrend hingegen war der Brand in einem 6-stöckigen Hochhaus, bei dem die Ausrüstung durch den Treppenraum bis in den fünften Stock gebracht werden musste. Das es einfacher geht, zeigte am Schluss die Nachbesprechung und der Hinweis auf die vorhandene Steigleitung am Gebäude. Bei derartigen Leitungen wird das Löschwasser außen am Gebäude eingespeist und kann im betreffenden Stockwerk für die Brandbekämpfung entnommen werden, wodurch Arbeit und Zeit eingespart werden.

Zur Abrundung des Ausbildungstages wurden die Einheiten ebenfalls zu Verkehrsunfällen und Einsätzen im Verkehrsbereich alarmiert. Ziel war es wiederum die Grundtätigkeiten zu vertiefen und die Erstmaßnahmen, von der Absicherung der Einsatzstelle bis zur Patientenversorgung, in der richtigen Reihenfolge umzusetzen. 

Ein herzliches Dankeschön ging am Ende des Tages an das Ausbilderteam Holger Dittrich, Lars Wentker, Philipp Zimmermann und Rainer Höppner, die sich engagiert um die Planung sowie Organisation gekümmert haben. Entsprechend positiv war das überwiegende Fazit der Teilnehmer. Trotz der etwas längeren Anreise nach Münster, ist ein intensives Basistraining mit den vielfältigen Möglichkeiten ohne Frage empfehlenswert, so dass der Wunsch nach einer Wiederholung ebenfalls geäußert wurde.