Höxter (TKu). Gemeinsam mit Löwenmama Susanne Saage hat der Vorstand der Löschgruppe Brenkhausen erkrankten und verunfallten Kindern, die Weihnachten im St. Ansgar-Krankenhaus Höxter verbringen müssen, ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Weihnachten im Krankenhaus – das ist besonders für Kinder nicht schön.

 

 

 

Fotos: Thomas Kube

 

Die Aktion Löwenmama bereitet ihnen und ihren Geschwistern eine Freude über die Feiertage im Krankenhaus. Am vergangenen Heiligabend war Initiatorin Susanne Saage aus Sommersell von der Aktion Löwenmama im St. Krankenhaus Höxter zu Gast und hatte zwei große Gepäckwagen voller Geschenke mit dabei, um sie an die Kinder auf den Stationen 1.1. und 1.2 und dessen Geschwister zu verteilen. Unterstützung erhielt Löwenmama Susanne Saage aber nicht nur von ihrem Sohn Moritz, sondern auch von den Kameraden aus Brenkhausen. Die Jungs vom Vorstand der Brenkhäuser Feuerwehr waren unter der Leitung von Löschgruppenführer Sebastian Ritter und dem Fördervereinsvorsitzenden Tim Drüke damit beschäftigt, die Geschenke auszupacken und aufzubauen.

 

 

Der Vorstand der Löschgruppe Brenkhausen von links mit Löwenmama Susanne Saage: von links: Dierk Schoppmeier, Susanne Saage, Jakob Markus, Lennard Bömelburg, Moritz Saage, Sebastian Ritter und Tim Drüke

 

 

Weil der Norovirus grassiert, waren einige Kinder isoliert untergebracht. Die anderen Kinder durften aus dem selben Grund nur nacheinander zum Tannenbaum, um sich von den Geschenken etwas auszusuchen - darunter auch der zweijährige Magnus, Jade (4), Jonas (4) und Isabella (11). Die elfjährige Isabella aus Angola ist nur vorübergehend in Deutschland, weil sie im St. Ansgar-Krankenhaus operiert wurde. Sie stammt aus einem Krisengebiet, wo die medizinische Versorgung nur sehr dürftig ist. Ein Beinbruch macht ihr zu schaffen, den sie im Alter von zwei Jahren erlitten hat und wodurch Fehlstellungen zurückgeblieben sind. Von Löwenmama Susanne Saage gab es für sie mehr als nur die gewünschte Barbiepuppe und weitere Geschenke, sie schenkte dem Mädchen, das sich alleine ohne Eltern oder andere Bezugspersonen in Deutschland befindet, vor allem Liebe und viel viel Herzenswärme.

 

 

Kinder mit lebensgefährlichen Erkrankungen befanden sich diesmal zum Glück nicht im Höxteraner Krankenhaus. Anders der Fall sei dies in den großen Kliniken in Göttingen oder Hannover, meint Susanne Saage. In diesen Kliniken war die Löwenmama während der Adventssonntage auch im Einsatz. Bis zum vierten Januar ist sie persönlich täglich unterwegs, um die Kinder in den Kliniken von ihrer Erkrankung abzulenken. Ab dem 24. Dezember und bis zum vierten Januar geht es noch in die Kliniken Leipzig, Berlin, Magdeburg, Bonn, Osnabrück, Datteln, Erfurt und Chemnitz. Dazwischen feiere sie Weihnachten und Silvester und gehe auch noch zur Arbeit, sagt Susanne Saage.

 

 

Im Krankenhaus Höxter werden die Geschenke auch noch für die Kinder ausreichen, die ihren Aufenthalt noch vor sich haben. Die Feuerwehrleute kamen jedoch auch nicht ohne leere Hände auf die Kinderstation. Sie hatten für jedes Kind noch einen kleinen Grisu-Feuerwehrdrachen dabei. Der vierjährige Jonas aus Eschershausen durfte als Einziger im großen Feuerwehrauto sitzen und die Ausrüstung bestaunen, da sein Krankenhausaufenthalt fast beendet war. Alle anderen Kinder durften die Krankenstation aufgrund ihrer akuten Erkrankungen jedoch nicht verlassen. Für seine Spielzeugsammlung erhielt Jonas ein großes Feuerwehr-Spielzeugauto geschenkt.